Wimpern


Wie auch die Kopfhaare, Barthaare und Augenbrauen gehören die Wimpern, lateinisch Cilia, zu den Anhangsgebilden der Haut. Die fein geschwungenen und elastischen Härchen am Lidrand erfüllen wichtige Schutzfunktionen und sind seit Jahrhunderten für den Menschen von großer schönheitsästhetischer Bedeutung.

 

Wimpernhaare bestehen hauptsächlich aus Keratin, einer hauteigenen Hornsubstanz. Keratin ist ein Sammelbegriff für wasserunlösliche, aminosäurehaltige Faserproteine. Diese festen, elastischen Fasern werden aus verhornten, abgestorbenen Zellen, den Keratinozyten, gebildet. Die starren, kurzen Borstenhaare (Terminalhaare) der Wimpern sind umgeben von Talg- und Schweißdrüsen. Wimpernhaare haben eine Lebensdauer von etwa 30 - 100 Tagen. Danach fallen diese aus und regenerieren sich erneut. Dabei befindet sich der überwiegende Teil der Wimpernhaare beständig in seiner Wachstumsphase - nur 10 Prozent aller Wimpernhaare sind im Endwachstumsprozess. Der obere Lidrand umfasst einen dichten Wimpernkranz von zirka 150 - 250 Härchen. Am unteren Lidrand wachsen die Wimpern mit 50 - 150 Härchen deutlich spärlicher. Auch im Längenwachstum unterscheiden sich oberer und unterer Wimpernkranz: Die Durchschnittslänge der Wimpernhaare beträgt oben 8 - 12 mm, unten nur 6 - 8 mm. Im Normalfall sind Kopfhaarfarbe und Wimpernfarbe identisch - individuell ausgeprägt durch den Anteil des körpereigenen Haarfarbpigments Melanin. Quelle